HTML5: die neue Sprache des digitalen Marketings – worauf warten Online-Vermarkter noch?

von Pavo Ivkovic

HTML5: die neue Sprache des digitalen Marketings

Online-Vermarkter werden es bei der Kampagnenabrechnung vor einigen Wochen wieder im Geldbeutel gemerkt haben. Der Flash Player von Adobe zeigte mal wieder erhebliche Sicherheitslücken (mehr). Firefox blockierte Flash in erprobter Art und Weise übergangsweise in kürzester Zeit. Für Vermarkter hieß das: Reichweite und Kampagnenerlöse futsch.

Flash stellt aktuell regelmäßig neue Rekorde bei den Sicherheits-Updates auf. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zählte im vergangenen Jahr fast 150 kritische Sicherheitslücken (mehr https://www.cert-bund.de/schwachstellenampel). Flash ist ein Sicherheitsrisiko, aber nicht nur das: Es entstammt der Mottenkiste des Webs, ist nicht kompatibel für Apples Betriebssysteme und nicht vorbereitet für das mobile Internet, die wichtige schnell wachsende neue Zielplattform des digitalen Marketings.

Drum ist sich das Web einig: Flash ist tot! Der alte König ist tot, es lebe der neue König: HTML5. Der Flash-Exodus hat schon längst eingesetzt – immer mehr Nutzer haben keine Lust mehr auf statische Fallback-Images und blockieren Flash Ads zunehmend standardmäßig, Browser-Games werden ohne Flash programmiert, Video-Plattformen wie YouTube und Video rüsteten Browser auf HTML5 um.

Vermarkter hört die Signale: Zeit zum Aufwachen, liebe Werbeindustrie!

Bei vielen Werbetreibenden und den Agenturen ist der Technologiewandel noch nicht richtig angekommen. Die Kreativen designen weiter fleißig Flash-Kampagnen — als ob es den Technologie-Switch nicht gäbe. Das sind die Gründe:

  • Change ist doof. Menschen und Organisationen sind mental träge und wehren sich oft lange dagegen, sich zu bewegen und sich verändern zu müssen. Vor allem, wenn es ggf. an klarer Führung zu neuen Ufern fehlt.
  • Angst vor geräteübergreifende Kampagnen. Flash bietet aufgrund der hohen Marktdurchdringung eine riesen Toolbox an Zusatz-Plug-Ins oder Zusatz-Komponenten, die Advertisern und Kreativdirektoren insbesondere bei komplexen Marken-Kampagnen das Leben deutlich erleichtern. HTML muss erst noch nachziehen.
  • Höhere Produktionskosten. Die Umstellung der Agentur-Teams erfordert zu Anfang personelle und zeitliche Investments in den Kompetenztransfer, die Agenturen noch gerne scheuen. Oft bedarf es initial auch zusätzlich kostspieliger externer HTML5-Technologie-Expertise, um die Mannschaft auf HTML 5 „umzuprogrammieren“. Nicht zuletzt müssen die neuen HTML5-basierten Werbeangebote auch getestet werden, bevor sie auf dem Markt angeboten werden können.

Alles warten und lamentieren hilft jedoch nichts. HTML5 wird in Kürze DER unumstrittene Programmierstandard für bewegte und interaktive Werbemittel in der digitalen Werbewelt sein. Die Vorteile:

  • Technologische Überlegenheit. HTML5 ist ausgereift, läuft stabil, störungs-, und barrierefrei, Hardware- und medienübergreifend.  Neue Audio- und das Video-Elemente von HTML5 ermöglichen die Einbettung von Medieninhalten, ohne dass zur Wiedergabe zusätzliche Plug-ins benötigt werden.
  • Hohe, stabile Reichweite. Werbung auf mobilen Endgeräten wird über HTML5 stabil und schnell auf Tablet und Smartphone ausgeliefert und erreicht wie gewünscht mobile Zielgruppen. HTML 5-Inhalte schonen überdies den Akku der Hardware. Die Sicherheitsprobleme von Flash frustrieren Nutzer, Werbeflächen müssen zum Teil per Hand aktiviert werden. Dies führt bereits zu spürbaren flash-bedingten Reichweiteneinbußen.  
  • Höhere Effizienz. Einmal an den Start gebracht, amortisiert sich die HTML5-Technologie für Agenturen. Mov.Ad Geschäftsführer Thomas Klimpel äußerte zuletzt gegenüber Horizont, dass ein einmal standardisiert erstelltes HTML5-Werbemittel für alle Endgeräte und Browser einen deutlich geringen Produktions- und Einbindungsaufwand nach sich zieht.

Jetzt heißt es keine Zeit mehr zu verlieren — vor allem für Advertiser, Agenturen und Publisher — um die HTML5-Welt zu erschließen. Bei adcommunications haben wir uns bereits HTML5-fit gemacht und uns eingehend mit dem neuen Technologiestandard beschäftigt. Wir können jederzeit HTML5-basierte Kampagnen innerhalb kürzester Zeit an den Start bringen. Benötigen Sie die technischen Spezifikationen? Dann klicken Sie hier .

Um den Einstieg in HTML5 zu erleichtern, haben wir unten für Sie eine Linkliste und einige Literaturhinweise zusammengestellt.

HTML5 … Hey Ho … let’s go!


Weiterführende Links zu HTML5

HTML5 - Technische Spezifikationen von Werbeformen (adcommunications)
Handlungsempfehlung zu HTML5-Werbemitteln und HTML5-Richtlinie des BVDW
Google Web Designer – Web-Editor zur Erstellung dynamischer HTML5-Werbeanzeigen
Hilfe-Seite zum Google Web Designer
Tutorial für einen animierten Web-Banner mit HTML5/CSS3

Literaturtipps

Kleinfeld, Sanders: „HTML5 for Publishers“ (Englisch; Kindle Edition). O’Reilly  Verlag,  2011
Münz, Stefan, und Gull, Clemens: „HTML5 Handbuch“. Franzis Verlag GmbH, 10. Auflage, 2014
Niederst Robbins, Jennifer: „HTML5 – kurz & gut“. Deutsche Übersetzung von Jørgen W. Lang.  O’Reilly  Verlag,  5. Auflage, 2014
Prevezanos, Christoph: „HTML 5 - Start ohne Vorwissen“. Markt+Technik Verlag, 1. Auflage, 2015
Wolf, Jürgen: HTML5 und CSS3. „Das umfassende Handbuch“. Rheinwerk Computing Verlag, 1. Auflage, 2015.

Autor

Pavo Ivkovic - Produkt- & Trafficmanagement

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